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Die kleine Wunschmaschine.

19. Mai 2016, 1164 Zeichen

Dort wo das Theater der Repression eingeklemmt inmitten Mama-Papas die kläglichen Vorführungen abhielt, sitzt jetzt die kleine Wunschmaschine. Die Wunschmaschine als Produktion der Produktion, keuchend und stotternd, klein und irgendwie niedlich in ihrer Erscheinung wirft sie grosse Schatten voraus. Das was sie sich ausdenkt, ist das was wird. Erwunschen im Sinne des kleinen Akts der Veränderung. Sie ist unsere Freundin in dem Moment wo wir uns loslassen, kein Zurück, ein kurzer Moment des Flugs vor uns. Der Flug ohne mit den Armen zu wedeln, zuckend um nicht abzustürzen. Hallo, hallo! Hier bin ich und was nun, was ich? Der Blick wird wie durch ein schwarzes Loch abgelenkt in ferne, blendende Lichtpunkte. Lichtpunkte, nicht existierender Stern-Gestirne, aus dem Boden der täglichen Vitalität. Gedanken ohne Geländer, keine Metaphorik, kein Signifikant, keine Wahrheit, kein Ich. Oh, du kleine Wunschmaschine, trage mich (wen?), lass mich stürzen, bei jedem Schritt, bei jeder Bewegung, lass mich verlieren in den tiefen, dunklen Anziehungspunkte, weg von mir, näher zu mir, weg von hier. Immer weiter weg, immer weiter weg, immer, immer weiter.